Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
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Gründung 18. Oktober 1914[1]
Ort Frankfurt am Main
Bundesland HessenHessen Hessen
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Präsidentin Birgitta Wolff
Studierende 46.961 (WS 2018/2019)[2]
Mitarbeiter 5.457,52 (VZÄ, Dezember 2017)[3]
davon Professoren 568,2 (VZÄ, Dezember 2017)[3]
Jahresetat 629 Mio. € (2017)[3]
Website www.uni-frankfurt.de

Die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main[4] wurde unter dem Namen Königliche Universität zu Frankfurt am Main am 18. Oktober 1914 als erste deutsche Stiftungsuniversität der Neuzeit eröffnet. Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Verlust des Stiftungsvermögens übernahm die Stadt Frankfurt die Trägerschaft und Königlich wurde aus dem Namen gestrichen. Am 16. Juni 1932 verlieh ihr das preußische Staatsministerium das Privileg, sich nach Johann Wolfgang von Goethe zu benennen. 1967 wurde sie zu einer hessischen Landesuniversität, 2008 wieder zu einer öffentlich-rechtlichen Stiftung. Seitdem firmiert sie bevorzugt unter dem Namen Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sie ist eine Volluniversität und war im Wintersemester 2017/2018 mit über 48.000 Studierenden die viertgrößte Universität Deutschlands, gemessen nach der Studentenzahl. An ihr lehren und forschen über 560 Professoren. 16 Fachbereiche bieten 170 Studiengänge an.

Standorte

Das 1928–1930 nach Plänen Hans Poelzigs errichtete I.G.-Farben-Haus (Poelzig-Bau) beherbergt u. a. kultur- und geisteswissenschaftliche Einrichtungen

Die Goethe-Universität ist derzeit auf vier große Universitätsgelände über das Stadtgebiet Frankfurts verteilt:

  • Campus Westend ist der Hauptstandort. Hierzu gehören das I.G.-Farben-Haus sowie zahlreiche Neubauten, darunter das House of Finance und das zentrale Hörsaalgebäude. Hier sind bzw. werden seit 2001 neben der zentralen Verwaltung die meisten Fachbereiche, außer Medizin und Naturwissenschaften, angesiedelt
  • Campus Riedberg mit Universitätsgebäuden, die ab ca. 1980 gebaut wurden. Hier ist der Fachbereich Physik, Fachbereich Biochemie, Chemie und Pharmazie, Fachbereich Biowissenschaften sowie Fachbereich Geowissenschaften (letzterer zum großen Teil), der Wissenschaftsgarten und ein Hörsaalzentrum mit der naturwissenschaftlichen Bereichsbibliothek untergebracht
  • Campus Bockenheim als früheres Zentrum der Universität, das noch verschiedene Teile der Sprach- und Kulturwissenschaften, den Fachbereich Informatik und Mathematik, das Zentralgebäude der Universitätsbibliothek sowie einige Teile der Verwaltung in Gebäuden aus den 1950er bis 1970er Jahren beherbergt
  • Campus Niederrad mit sowohl historisch seit dem 19. Jahrhundert gewachsenen Gebäuden und Anlagen als auch modernen Komplexen. Hier befindet sich das Universitätsklinikum Frankfurt mit dem Fachbereich Medizin

Daneben gehört das Universitäts-Sportgelände („Sportcampus Ginnheim“) an der Ginnheimer Landstraße des Stadtteils Bockenheim zur Universität.[5]

Der seit Mitte der 1990er Jahre verstärkt betriebene Standort-Umbau der Universität hat für die Zeit nach ca. 2020 de facto eine Drei-Campus-Universität zum Ziel. Hierzu sollen auch die derzeit noch im Stadtteil Bockenheim ansäßigen Einheiten umziehen, nicht allerdings das Sportgelände.

Der ehemals mit dem Biologiecampus (1956–2011) verbundene öffentliche Botanische Garten am Ende der Siesmayerstraße ist an die Stadt Frankfurt und in die Verantwortung des Palmengartens übergegangen.[6] Teile des bisherigen Campus Bockenheim, darunter das historische Jügelhaus, sind von Senckenberg übernommen worden, andere Teile der lokalen Stadtentwicklung überlassen worden. Die ehemals zahlreichen sonstigen verstreuten universitär genutzten Gebäude im Stadtteil Bockenheim sind aufgegeben und teilweise abgerissen, teilweise einer anderweitigen Nutzung zugeführt worden.

Geschichte

Frühe Hochschulansätze (14. bis 19. Jahrhundert)

Erste Pläne für eine Universität in Frankfurt gab es Ende des 14. Jahrhunderts, als sich der Rat der Stadt zeitweise bemühte, die Universität Paris nach Frankfurt umzusiedeln.[7] Nach der Zerstörung Heidelbergs am 22. Mai 1693 durch französische Truppen siedelten die Professoren der Universität Heidelberg nach Frankfurt um und konstituierten sich dort 1694 unter dem Rektor Johann Ludwig Fabricius als Universität im Exil. Diese blieb aber nicht dauerhaft in Frankfurt, sondern wurde 1698 nach Weinheim umgesiedelt, wo die zeitweilige Residenz des pfälzischen Kurfürsten Johann Wilhelm lag.[8]

Den ersten ernsthaften Versuch einer Universitätsgründung unternahm Großherzog Karl Theodor von Dalberg 1812. Er plante für sein Großherzogtum Frankfurt eine Akademie nach französischem Vorbild und gründete dazu mehrere Lyzeen in Frankfurt, Aschaffenburg und Wetzlar:[9] Das Lyceum Carolinum in Frankfurt sollte die philosophische Fakultät der großherzoglichen Universität bilden und die Studenten durch ein allgemeinbildendes Studium auf das anschließende Fachstudium an einer spezialisierten Fakultät vorbereiten. Für die juristische Ausbildung war die Rechtsschule Wetzlar, am Sitz des ehemaligen Reichskammergerichtes, vorgesehen. Einen zentralen Standort mit theologischer, juristischer und philosophischer Fakultät bildete die Karls-Universität Aschaffenburg, wohin der verbliebene Rumpf der 1798 aufgehobenen Universität Mainz ausgewandert war. Eine medizinisch-chirurgische Spezialschule sollte an der 1763 gegründeten Senckenbergischen Stiftung in Frankfurt entstehen und mit dieser kooperieren.

Mit dem Ende des Großherzogtums Frankfurt 1813 gingen die von Dalberg gestifteten und eng mit seinem Namen verbundenen Einrichtungen rasch wieder unter. Der Senat der Freien Stadt Frankfurt hatte kein Interesse an der Weiterführung und hob das Lyceum Carolinum 1814 wieder auf, die medizinische Schule 1815.

Das Gelände der 1763 gegründeten Senckenbergischen Stiftung am Eschenheimer Tor war der erste wissenschaftliche Campus der Freien Stadt Frankfurt

Trotzdem entstanden in der Zeit der Freien Stadt Frankfurt zwischen 1815 und 1866 neue wissenschaftlichen Gesellschaften und Einrichtungen, die alle auf Stiftungen und Initiativen engagierter Bürger zurückgingen. 1817 gründeten Frankfurter Bürger, darunter Christian Ernst Neeff, Arzt und Anatom an der Senckenbergischen Stiftung und Professor für Pathologie an Dalbergs medizinischer Spezialschule, die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft zur Förderung der Naturforschung und zur Einrichtung eines öffentlichen Naturalienkabinetts. Sie übernahm die mineralogischen, paläontologischen und botanischen Sammlungen der Senckenbergischen Stiftung als Grundstock des Senckenberg Naturmuseums. 1824 folgte der Physikalische Verein als Gründung von elf Frankfurter Bürgern unter Führung von Neeff und Johann Valentin Albert.

Die neuen wissenschaftlichen Gesellschaften, denen 1836 der Verein für Geographie und Statistik, 1845 der Ärztlicher Verein und 1855 der Mikroskopischer Verein[10] folgten, siedelten sich auf dem Gelände der Senckenbergischen Stiftung am Eschenheimer Tor an, das auf diese Weise zum ersten wissenschaftlichen Campus Frankfurts wurde. Ihre Buchbestände führen sie in einer gemeinsamen Sammlung zusammen, der Senckenbergischen Bibliothek, die mit rund 90.000 Bänden Anfang des 20. Jahrhunderts bereits eine der größten naturwissenschaftlichen und medizinischen Bibliotheken Deutschlands war.[11]

Gründung der Stiftungsuniversität 1914

Jügelhaus, Juni 1958
Campus Bockenheim: Sternwarte des Physikalischen Vereins, Mai 2004

Die Gründung der Universität geht wesentlich auf das Engagement des Frankfurter Oberbürgermeisters Franz Adickes zurück. Es war Adickes’ Wunsch, neben der Ansiedlung von Industrieunternehmen in Frankfurt auch Kultur- und Bildungsstätten zu fördern. Zu diesem Zweck unterstützte er alle Initiativen, die zielgerichtet auf eine Universität hinführen mussten. Einen Weggefährten fand er in Wilhelm Merton, dem Gründer der Metallgesellschaft, der ebenfalls davon überzeugt war, dass zwischen dem Handel und der Industrie, aber auch der sozialen Wohlfahrt und der Wissenschaft eine unzertrennliche Verbindung bestehe. So gründete Merton mit eigenen und fremden Mitteln 1890 das Institut für Gemeinwohl und 1901 die Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften.

Die Akademie bildete bei der Universitätsstiftung eine Keimzelle der ersten wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät in Deutschland. Auch die medizinische Fakultät geht wesentlich auf private Stiftungen zurück: Hannah Luise von Rothschild hatte 1890 eine Zahnklinik, das sogenannte Carolinum, gegründet. 1901 stiftete Johanna Stern, die Witwe des Bankiers Theodor Stern, eine halbe Million Mark für das Medizinische Institut zur Förderung der physiologischen Forschung. Franziska Speyer, die Witwe des Bankiers Georg Speyer, finanzierte die Errichtung eines Instituts zur Erforschung von Infektionskrankheiten, dessen Leitung 1906 dem Wissenschaftler, Arzt und späteren Nobelpreisträger Paul Ehrlich übertragen wurde. Adickes trieb die Gründung einer Akademie für praktische Medizin voran, welche die bestehenden Stiftungen aufnehmen sowie weitere medizinische Institute und Kliniken ansiedeln sollte, und sammelte weitere Stiftungen und Vermächtnisse, unter anderem des Philanthropen Charles Hallgarten, des Bankiers Otto Braunfels und der Erben des Buchhändlers Carl Christian Jügel. Durch dessen Vermächtnis von zwei Millionen Goldmark und das Millionenvermächtnis Franziska Speyers war schließlich das Startkapital für die Stiftungsuniversität auf mehr als 14 Millionen Goldmark angewachsen und alle Voraussetzungen dafür erfüllt, dass Frankfurt neben Berlin die am besten ausgestattete Hochschule Preußens werden sollte. Die Stadt Frankfurt stellte dafür Grundstücke im Westend und das städtische Klinikum in Sachsenhausen zur Verfügung.

Zu den weiteren Stiftern der Universität zählten der Physikalische Verein, der acht naturwissenschaftliche Institute einbrachte, die Dr. Senckenbergische Stiftung mit dem bereits auf das Jahr 1763 zurückgehenden Institut für Anatomie und dem Botanischen Institut, die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft, deren Bibliothek zusammen mit der Stadtbibliothek mit damals rund 350.000 Bänden und der Rothschild-Bibliothek mit rund 70.000 Bänden die Literaturversorgung der Universität übernahm, und das Neurologische Institut von Ludwig Edinger.[12]

Der Stiftungsvertrag wurde am 28. September 1912 beurkundet. Das dem Vertrag vorgeheftete Schmuckblatt hatte Otto Linnemann gestaltet. Es zeigt Athene als Göttin der Wissenschaften auf einem Sockel mit dem Frankfurter Stadtwappen und vor einem Fenster, in dem links die Leonhardskirche und der Rententurm, rechts der Domturm zu sehen sind. Die 1219 errichtete Leonhardskirche war die erste Stiftung Frankfurter Bürger, der Bau des Domturms wurde im 15. Jahrhundert von Stadt und Bürgerschaft finanziert und sein Wiederaufbau nach dem Brand von 1867 vor allem durch großzügige Spenden der Bürger sowie des Kaisers ermöglicht.

Gegen die Universitätsgründung formierte sich Widerstand aus verschiedenen Richtungen. Im Preußischen Abgeordnetenhaus bestritten Abgeordnete der Konservativen, Freikonservativen und Nationalliberalen die Notwendigkeit einer weiteren Universität in Deutschland und äußerten Bedenken gegen eine „freie“, auf Initiative von Bürgern gegründete Großstadtuniversität.[13] Im Frühjahr 1911 richtete die Konferenz der Rektoren aller preußischen Universitäten auf Antrag der Universität Marburg eine Petition an den preußischen Kultusminister, die Gründung der Frankfurter Universität zu versagen. Es bestehe kein Bedarf für eine weitere Universität, die Neugründung werde den benachbarten Universitäten Gießen und Marburg schweren Schaden zufügen, überdies sei die Finanzierung des Vorhabens nicht gesichert.[14] In der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung sprach sich Max Quarck am 19. Juni 1911 im Namen der SPD-Fraktion gegen die Gründung einer weiteren königlich preußischen Doktorenfabrik aus. Die Form der deutschen Universität sei überlebt und bringe nur der herrschenden Klasse Nutzen.[15]

Gegen alle Widerstände erreichten Adickes und Merton, dass Kaiser Wilhelm II. als preußischer König am 10. Juni 1914 die Gründung der „Stiftungsuniversität“ unter dem Namen Königliche Universität zu Frankfurt am Main genehmigte. Der Gründungsakt sollte am 18. Oktober 1914 im Beisein des Kaisers stattfinden; dieser sagte aber wegen des Ersten Weltkrieges seine Teilnahme ab.[16]Richard Wachsmuth wurde Rektor. Im Wintersemester 1914/1915 gab es 618 Studenten (davon 100 Frauen) und 50 Professoren.

Die Erweiterung des Fächerangebots in den 1920er Jahren

Nach dem Ersten Weltkrieg war das Stiftungsvermögen zunächst ruiniert, ein Universitätsvertrag zwischen Stadt und Staat – Frankfurt und Preußen – schuf jedoch Entlastung aus finanziellen Nöten. Gleichzeitig wurden 1872 Mitarbeiter der Kaiser-Wilhelm-Universität zu Straßburg entlassen und von Frankreich gezwungen, Straßburg zu verlassen. Es wurde beschlossen, dass Frankfurt die Tradition der Universität Straßburg fortsetzen und bewahren sollte. So ging die gesamte Universitätsbibliothek, die noch kurz vor der französischen Besetzung gerettet werden konnte, in das Eigentum der Universität Frankfurt über. Auch wurde der Hilfsbund Elsaß-Lothringen begründet. Das daraus hervorgegangene Elsaß-Lothringen-Institut[17] war bis 1945 mit der Universität assoziiert, musste dann jedoch den Wissenschaftsbetrieb einstellen. In der Satzung wurde das Aufgabenfeld auf rein wissenschaftliche Ziele beschränkt, um jede Form von Revanchismus auszuschließen.[18] In den wenigen Jahren zwischen 1918 und 1932 erlebte die Frankfurter Universität eine große Blüte. Die Verknüpfung zwischen Stadt und Universität war durch das Kuratorium und den großen Rat, in dem Stadt und Stifterfamilien Mitspracherecht hatten, institutionell gesichert. Der Fächerkanon wurde erweitert und bedeutende Wissenschaftler berufen. 1914 wurde der Nobelpreisträger Max von Laue erster Inhaber des Lehrstuhls für Theoretische Physik. 1916 wurde Julius Ziehen für den ersten Frankfurter Pädagogiklehrstuhl gewonnen, Franz Oppenheimer 1919 für den ersten soziologischen Lehrstuhl Deutschlands; ihm folgte Karl Mannheim 1930.

1919 kam der spätere Nobelpreisträger Max Born im Tausch mit Max von Laue an die Universität Frankfurt. 1920 wechselte der Physiker Friedrich Dessauer – bekannt durch seine Forschungen zur Strahlenkunde – nach Frankfurt. 1922 unternahmen die Physiker Otto Stern und Walther Gerlach am physikalischen Institut der Universität ein für die Geschichte der Quantenmechanik bedeutendes Experiment, das als Stern-Gerlach-Versuch bekanntgeworden ist. Schon 1914 übernahm Otto zur Strassen den Lehrstuhl für Zoologie und war 1922/23 Rektor der Universität.

1924 wurde Richard Wilhelm als Honorarprofessor auf den neu gegründeten Stiftungslehrstuhl für Chinesische Geschichte und Chinesische Philosophie berufen; 1927 wurde daraus ein ordentlicher Lehrstuhl.

Ebenfalls 1924 wurde auf Initiative der Familie Weil das „Institut für Sozialforschung“ an der Frankfurter Universität gegründet. Direktor des Instituts wurde Carl Grünberg, der zugleich Ordinarius an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät war. Seine Nachfolge als Institutsleiter trat 1930 Max Horkheimer an, der nach US-amerikanischem Exil während des Zweiten Weltkrieges 1950 nach Frankfurt zurückkehrte und mit Theodor W. Adorno und anderen die „Frankfurter Schule“ repräsentieren sollte. Nach dem Willen der überwiegend jüdischen Stifter wurde keine Theologische Fakultät eingerichtet, denn Glaubensfragen und Konfessionszugehörigkeit sollten in der weltoffenen, liberalen Hochschule keine Rolle spielen. Allerdings legten die Stifter Wert auf eine kritisch-analytische Behandlung aller Konfessionen, wie es die Philosophische Fakultät in ihrem Diskussionsforum für Dozenten unterschiedlicher Konfessionen bot. An der Universität Frankfurt, die sich seit 1932 „Johann Wolfgang Goethe-Universität“ nannte, lehrten die jüdischen Dozenten Franz Rosenzweig und Martin Buber und der Protestant Paul Tillich.

Die Studenten – ihre Anzahl war bis 1923 auf mehr als 5000 gestiegen – kamen zum größten Teil aus einer soliden Mittelschicht. Beamte und Lehrer, Bauern, Kleinlandwirte, Handel- und Gewerbetreibende sowie Angestellte waren ihre Väter. Auch hier war der Anteil von Juden im vergleich zu anderen Universitäten sehr hoch und der Anteil von Verbindungsstudenten auffallend niedrig. Im Jahr 1930 wurde mit der Bakteriologin Emmy Klieneberger die erste Frau an der Universität Frankfurt habilitiert.

Die Universität während des Nationalsozialismus

1933 geriet die Frankfurter Universität – wie andere Hochschulen – unter den Druck der politischen Gleichschaltung, dem sie nachgab, um die durch ihren Ruf als „jüdisch-marxistische“ Hochschule drohende Schließung zu verhindern. 109 von 355 Dozenten wurden aus „Rassen-“ oder politischen Gründen aus dem Hochschuldienst entlassen und auch 66 sozialistische und kommunistische sowie jüdische Studierende von der Hochschule verwiesen.[19] Der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund störte mit Verständnis der nun gleichgeschalteten Universitätsverwaltung massiv Vorlesungen der wenigen aufgrund des Frontkämpferparagrafen noch verbliebenen jüdischen Professoren. Studenten beteiligten sich 1933 auch an der Bücherverbrennung auf dem Römerberg. Während die deutschen Hochschulen in der Frühzeit des Nationalsozialismus durchschnittlich 15 Prozent ihrer Mitglieder verloren, belief sich dieser Anteil in Frankfurt auf rund ein Drittel. Die jüdischen Universitätsstiftungen wie z. B. die Paul-Ehrlich-Stiftung wurden arisiert und in die Universität eingegliedert. 1935 wurde das Universitäts-Institut für Erbbiologie und Rassenhygiene Frankfurt am Main gegründet, das auch als amtsärztliche Beratungsstelle diente und unter Leitung des Mediziners und Humangenetikers Otmar Freiherr von Verschuer eine Gesamtlösung des „Judenproblems“ konzipieren sollte (der spätere Lagerarzt Dr. Josef Mengele arbeitete zeitweise bei ihm als Assistent).[20]

Unter der Leitung Walter Platzhoffs, der neben seiner Funktion als Rektor der Universität auch dem Direktorium des historischen Seminars vorstand, orientierte sich die Lehr- und Forschungsarbeit der Frankfurter Historiker in den Jahren 1933–1945 an den Bedürfnissen der nationalsozialistischen Bildungs- und Wissenschaftspolitik. Vorlesungen zu „völkischen Geschichtsproblemen“ oder zur „Innerdeutschen Entwicklung vom Zweiten zum Dritten Reich“ wurden dabei nicht nur im Rahmen des Geschichtsstudiums, sondern auch als Teil der für Studierende aller Fächer verpflichtenden Vorlesungsreihe „Volk, Staat und Politik“ gehalten. Mit dem Seminar in enger Verbindung stand das schon 1921 gegründete Institut der Elsaß-Lothringer im Reich, dessen Vorsitz der auf Grenz- und Auslandsdeutschtum spezialisierte Historiker Paul Wentzcke seit 1935 innehatte und in dem 1941 eine Publikationsstelle der Westdeutschen Forschungsgemeinschaft errichtet wurde. Eine seiner Hauptaufgaben bestand in der Übersetzung französischer Literatur und Pressetexte, die unter anderem an die Gauleiter in den besetzten französischen Gebieten und die Propagandaabteilungen der Militärbefehlshaber in Paris verschickt wurden.[21] Walter Platzhoff fungierte zudem als hochrangiger Wissenschaftsfunktionär und Arbeitsgruppenleiter zur neueren Geschichte im Rahmen der wissenschaftlichen Großprojekte der Aktion Ritterbusch.

Wiederaufbau und Anknüpfen an demokratische Traditionen

Neubau der philosophischen Fakultät (1959)

Nach dem Zweiten Weltkrieg verfügte die amerikanische Militärregierung zunächst eine Schließung der Universität. Durch die Bemühungen des für das Amtsjahr 1945/1946 gewählten Rektors Georg Hohmann, im Verbund mit dem kurzzeitig nach Kriegsende als Amtierender Bürgermeister fungierenden Wilhelm Hollbach sowie mit Unterstützung amerikanischer Militärbeauftragter und dem Engagement einiger politisch unbelasteter Wissenschaftler und Repräsentanten der Stadt wurde die Universität schließlich am 1. Februar 1946 wiedereröffnet. Hohmanns Nachfolger, der aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrte Jura-Professor Walter Hallstein, der damalige Kultusminister und spätere Rektor Franz Böhm, sowie auch der aus der amerikanischen Emigration nach Frankfurt zurückgekehrte Max Horkheimer (Rektor 1951–1953, anschließend Leiter des Instituts für Sozialforschung) bemühten sich darum, die neu gewonnene akademische Freiheit und Selbstbestimmung der Hochschule zu entwickeln. Gemeinsam mit anderen Universitäten der amerikanischen Zone setzte man in Frankfurt auf die Einrichtung der bislang fehlenden Theologischen Fakultät, auf allgemein verbindliche Vorlesungen zu ethisch-moralischen Fragen und gegebenenfalls auch zur Politik. Parallel wurde eine internationale Öffnung der Universität, vor allem zu den USA, angestrebt; in diesem Rahmen besuchte 1949 eine Professorendelegation aus Chicago Kollegen und Studenten in Frankfurt.

Der 1972 erbaute AfE-Turm wurde am 2. Februar 2014 gesprengt

Die Ordinarienuniversität der 1950er und 1960er Jahre

Das groß angelegte Universitätsbauprogramm unter Ferdinand Kramer berücksichtigte auch die Ausstattung bis in die Details, darunter auch den „Frankfurter Universitätsstuhl“

1953 stieg das nach Kriegsende neu gegründete Land Hessen in die finanziellen Verpflichtungen des ehemaligen preußischen Staates ein und 1967 wurde die Goethe-Universität eine Landesuniversität. Damit verbunden war ein Rückzug der Stadt Frankfurt aus der finanziellen Verantwortung. Eine größere Veränderung ergab sich auch durch die nun stärkere Verknüpfung der Lehrerausbildung mit den Fachwissenschaften, da die Hochschule für Erziehung als Abteilung für Erziehungswissenschaften in die Universität integriert wurde. Parallel wurden die traditionsreichen fünf Fakultäten – Rechtswissenschaft, Medizin, Philosophie, Naturwissenschaften sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften – in (damals) 19 Fachbereiche aufgeteilt.

Dass mit der organisatorischen Umgestaltung nicht auch eine Reform der Lehrinhalte und -formen einherging, belebte die studentischen Proteste der Jahre 1968 und 1969, die deutschlandweit ausbrachen. Ein Höhepunkt und eine exemplarische Charakterisierung der Proteste war die symbolische Umbenennung der Johann Wolfgang Goethe-Universität in „Karl-Marx-Universität“ durch den Sozialistischen Deutschen Studentenbund.

Nachhaltige Veränderungen gab es aber in den Entscheidungsstrukturen der Universität: Hatte bislang allein die Versammlung der ordentlichen Professoren (Lehrstuhlinhaber, Ordinarien), in Abstimmung mit dem zuständigen Ministerium, über die Entwicklung der Universität befunden und entschieden, erreichten jetzt die Studierenden durch das Hessische Universitätsgesetz vom 12. Mai 1970 direkte Mitbestimmungsrechte durch Mitsprache aller Statusgruppen.

Gruppenuniversität

Für die nun folgenden rund 30 Jahre fungierte die Goethe-Universität intern als eine manchmal sehr lebhaft agierende Gruppenuniversität mit starken und kontroversen Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Statusgruppen (Professoren, Wissenschaftliche Mitarbeiter, Studierende, Sonstige). Allermeistens entzündeten sich die Kontroversen zwischen den Gruppen der Professoren und Studierenden, zuweilen auch konkret zwischen Präsident und Studentenschaft. So schwappte beispielsweise der von der FU Berlin ausgegangene bundesweite Studentenstreik von 1988/1989 im November 1988 an die Universität Frankfurt über, wo zunächst der Fachbereich Gesellschaftswissenschaften betroffen war. Die Situation war geprägt von „neu entstandenen Formen der Selbstorganisation, wie Aktionsausschüssen, Zentralem Fachschaftenrat und Vollversammlungen“.[22] Vorausgegangen waren in Frankfurt studentische Protestaktionen[23] schon im Juli des gleichen Jahres anlässlich einer Einladung von Seiten der Universitätsleitung an den Bosch-Manager und früheren NS-Wirtschaftsfunktionär Hans Lutz Merkle[Anmerkung 1] für eine vom Präsidialamt organisierte und später abgebrochene[Anmerkung 2] Vorlesungsreihe Beruf als Erfahrung.[24][Anmerkung 3]

Übergang zur Präsidialuniversität

Mit der Hochschulrechtsreform 2000 drängte die damalige CDU-FDP-Landesregierung die Mitwirkung durch die Statusgruppen zu Gunsten einer stärker zentralen Führung durch eine kollegial agierende Hochschulleitung zurück. Uni-intern in den Fachbereichen wurden hierbei allerdings manche Veränderungen nicht schlagartig, sondern mehr allmählich umgesetzt, was die Akzeptanz erhöhte. Unter Präsident Rudolf Steinberg wurde in diesen und den folgenden Jahren auch ein Programm zur Schwerpunktbildung in der Wissenschaft und zur Verbesserung der Qualität in Studium und Lehre umgesetzt, das die Stellung der Universität im nationalen und internationalen Vergleich aufwerten sollte. Interessanterweise verbesserte sich in dieser Zeit auch das Verhältnis zwischen Professorenschaft und Studentenschaft (Fachschaft) in vielen Fachbereichen merklich.

Erneute Stiftungsuniversität ab 2008

Der neue Campus Westend – Blick nach Süden, August 2009 (vom RuW Gebäude)
Das neue Hörsaalgebäude des Campus Westend, November 2010
Das neue Institutsgebäude der Physik am Campus Riedberg, Juni 2008

Am 14. Februar 2007 beschloss der Senat die Umwandlung der Universität in eine Stiftungsuniversität unter bestimmten Voraussetzungen. Mit diesem Schritt knüpfte die Hochschule an ihre Stiftertradition an. Vorteile sah die Hochschulleitung in einer erweiterten Möglichkeit, Stifter und Förderer an die Universität zu binden, daneben auch in einem Zuwachs an Unabhängigkeit. Die Umwandlung stand nach Ansicht der Hochschulleitung in der Kontinuität des Hochschulentwicklungsplanes vom Jahr 2001, wo es schon hieß: „In ihrem Hochschulentwicklungsplan 2001[25] setzt sich die Universität Frankfurt das Ziel, auf der Basis eines breiten Fächerspektrums in zukunftsweisenden Schwerpunkten in Forschung und Lehre Spitzenleistungen zu erbringen und eine Führungsposition in der Bildungslandschaft zu erreichen.“

Die Umwandlung erfolgte als Stiftungsuniversität des öffentlichen Rechts; eine privatrechtliche Stiftung war diskutiert und verworfen worden. Ein Teil der Veräußerungserlöse der Grundstücke in Bockenheim, die sich noch im Eigentum des Landes befanden, sowie Zustiftungen Privater bildeten den Kapitalgrundstock für die Umwandlung. Die größte private Einzelstiftung für zusätzliche finanzielle Spielräume in Forschung und Lehre erfolgte im Sommer 2007 durch die Familie Kassel in Höhe von 32 Millionen Euro.

Mit dem Stiftungsstatut ging auch eine Veränderung des Hessischen Hochschulgesetzes (§§ 81 ff.) einher, die der Goethe-Universität ein für staatliche Universitäten hohes Maß an Autonomie einräumte. Das entsprechende Gesetz der Landesregierung wurde im September 2007 mit den Stimmen der CDU-FDP-Regierungskoalition verabschiedet und nahm in weiten Teilen die von der Universität und angestrebten Entwicklungsziele und auch die Forderungen der Personalvertreter zum Schutz der Mitarbeiter auf. Von ihnen und von Studentenvertretern war insbesondere befürchtet worden, der Einfluss privater Geldgeber auf die Universität könne dominant, die Freiheit von Forschung und Lehre beschnitten und eine einseitige ideologische Ausrichtung durchgesetzt werden, wodurch auch die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter verschlechtert würden. Dem setzte die Universitätsleitung im November 2008 als erstes Universitätsorgan in Deutschland einen Kodex entgegen, der detailliert die Annahme von Mitteln privater Dritter regelt. Im Zentrum stand und steht die Bewahrung der Freiheit von Forschung und Lehre.

Auch nach der Umwandlung in eine Stiftung des öffentlichen Rechts blieb die Universität Frankfurt staatlich und unterliegt in geänderter Rechtsform nach wie vor dem Hessischen Hochschulgesetz (HHG). Sie kann aber eine Reihe von eigenen Regelungen beschließen, die von den Bestimmungen des Hessischen Hochschulgesetzes abweichen. Sie sollte nach damaliger Ansicht unter anderem in folgenden zentralen Entwicklungsbereichen gewinnen:

  • Auswahl von Studenten
  • Berufung von Professoren
  • Qualitätsmanagement
  • Organisation und Finanzautonomie der Studentenschaft[26]

Hinzu kam die Beseitigung einer Vielzahl von Zustimmungs- und Genehmigungsvorbehalten. Felder autonomer Gestaltung eröffneten sich ferner durch die Übertragung der Dienstherreneigenschaft und teilweise auch der Bauherreneigenschaft.

Zum 1. Januar 2008 wurde die Umwandlung der Johann Wolfgang Goethe-Universität in eine Stiftungshochschule öffentlichen Rechts vollzogen.[27] Ab dem 1. Juni 2008 wählte die Universität zudem als bevorzugte Schreibweise ihres Namens die Bezeichnung Goethe-Universität Frankfurt am Main.[28] und passte das Universitätslogo an. Hierdurch sollte die Markenidentität Goethe stärker hervorgehoben werden. Schon 2009 erhielt die Universität über 10 Millionen Euro an Zuwendungen und Spenden und damit rund 2 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Hinzu kamen die von den Forschern und der Universität eingeworbenen Drittmittel in Höhe von damals 137,1 Millionen Euro, die sich seitdem weiter erhöhten. Gleichzeitig stieg die Zahl der Stiftungs- und Stiftungsgastprofessuren. 2009 sollte die Universität von der Stadt Frankfurt die ersten fünf von insgesamt 15 Millionen Euro Zuschuss erhalten.[29] Insgesamt gesehen entwickelten sich allerdings die (Groß-)Spendeneingänge in den späteren Jahren nicht mehr ganz so stark, wie dies zunächst den Anschein hatte.

Auf Rudolf Steinberg, der die Gründung einer Stiftungsuniversität maßgeblich initiiert und durchgesetzt hatte, folgte nach achteinhalb Jahren Amtszeit Anfang 2009 als neuer Präsident der Universität Werner Müller-Esterl.[30][31] Per 1. Januar 2015 wurde die Präsidentschaft der Universität von Birgitta Wolff übernommen.

Entwicklungsprofil und Spitzenforschung

Im Rahmen der Exzellenzinitiativen des Bundes und der Länder gelang es der Goethe-Universität bisher zwar nicht, mit ihrem Zukunftskonzept eine Förderung für die Gesamt-Universität zu erwirken. Jedoch wurden anlässlich der zweiten Förderlinie der Initiative drei Forschungsnetzwerke der Universität – je eines im Bereich der Medizin, der Naturwissenschaften und der Geistes- und Sozialwissenschaften – als Exzellenzcluster in eine großzügige Förderung aufgenommen:

Daneben war die Goethe-Universität im Jahr 2016 an 10 Sonderforschungsbereichen (SFBs) der Deutschen Forschungsgemeinschaft beteiligt, wovon zwei Transregio-SFBs sind (Verbünde u. a. mit den Universitäten Mainz, Heidelberg und Freiburg i.Br.). Bei den meisten (derzeit bei acht der zehn) SFBs stellen Professoren der Goethe-Universität auch die jeweiligen Sprecher. Darüber hinaus unterhält die Universität derzeit fünf nationale Graduiertenkollegs und organisiert innerhalb der SFBs acht weitere integrierte Graduiertenkollegs. Die Einwerbung von EU-Mitteln wurde nun auch von Seiten der Zentralverwaltung verstärkt gefördert.

Seit 2009 führt die Universität intern das Graduiertenkolleg Goethe Graduate Academy (GRADE), welches Nachwuchswissenschaftlern in den Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften offensteht und spezifische Hilfestellungen und Weiterbildungen für Doktoranden anbietet. Voraussetzungen für die Aufnahme in GRADE sind die Annahme der Doktoranden zur Promotion an einem der Fachbereiche sowie ausreichende Kenntnisse der englischen oder deutschen Sprache auf mindestens Level B2 des Europäischen Referenzrahmens. GRADE wird von einem Team geleitet, welchem ein Vorstand vorsteht.[32]

Die Ablehnung aller Förderanträge im Rahmen der Exzellenzinitiative für den Zeitraum ab 2019 – außer demjenigen für das Cardio-Pulmonale Institut – sorgte im September 2017 international für Aufsehen. Insbesondere die Absage an eine Fortführung des Clusters Normative Orders wurde in einem offenen Brief kritisiert.[33] Die Zukunft des Projekts ist kurz darauf von der hessischen Landesregierung zugesichert worden. In welcher Form es fortgeführt werden soll, ist aber noch offen.[34]

Fachbereiche und interne Organisation

Die Universität ist unterhalb der zentralen Verwaltung in 16 Fachbereiche gegliedert:

Die Fachbereiche sind unter anderem für die Konzeption, die Durchführung und die Klausuren der derzeit etwa 170 Studiengänge verantwortlich. Ferner sind sie für Promotionen und Habilitationen verantwortlich. Ebenfalls sind sie im Allgemeinen zuständig für Vorschläge zur Ernennung außerplanmäßiger Professoren, Honorar- und Kooperations- oder Kooptations-Professuren sowie weiteren Kategorien von Lehrkräften. Hierbei sowie generell bei Neu-Berufungen regulärer Professoren (den Universitätsprofessuren) bereiten sie alle Schritte vor, damit das Präsidium auf dieser Basis eine Berufung aussprechen kann (bzw. bei Nicht-Professoren die formale Einstellung erfolgen kann). Über die Verwendung der den Fachbereichen zugewiesenen Finanzmittel können sie bis zu einem gewissen Grad und unter Beachtung der ihnen obliegenden Lehraufgaben selber entscheiden. Viele Fachbereiche sind intern in mehrere Institute untergliedert, die eine gewisse (begrenzte) Selbstverwaltung pflegen können. Die Leitung der Institute und Dekanate in den Fachbereichen unterliegt im Allgemeinen dem Rotationsprinzip mit einer Amtsdauer der Amtsinhaber von meist ein bis drei Jahren.

Rektoren und Präsidenten

Rektoren (1914–1971)[35]
Präsidenten (seit 1971)