Partido Social Liberal
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Partei­vorsitzender Jair Bolsonaro
Gründung 1994
Haupt­sitz Brasília
Aus­richtung Nationalismus
Nationalkonservatismus
Wirtschaftsliberalismus
Antikommunismus
Rechtspopulismus
Religiöse Rechte
Farbe(n) Blau, Gelb, Grün
Parlamentssitze alle Mandate der Kommunalwahlen 2016 und der allgemeinen Wahlen 2018:
Gouverneure:
0/27

Senatoren:
4/81

Bundesabgeordnete:
52/513

Landesabgeordnete:
76/1024

Stadtpräfekten:
30/5570

Stadträte:
875/56810
Mitglieder­zahl 241.439 (Juli 2018)[1]
Website www.psl.org.br

Der Partido Social Liberal (PSL), deutsch Sozialliberale Partei, ist eine rechtsgerichtete Partei in Brasilien. Bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien 2018 holte der Kandidat Jair Bolsonaro 46,3 % der gültigen Stimmen im ersten Wahldurchgang.

Geschichte

Die Partei wurde 1994 von dem Geschäftsmann Luciano Bivar aus der sozialliberalen Bewegung Livres gegründet. Ab 1994 trat sie zu Wahlen an. Die Partei war zunächst bürgerlich-zentristisch ausgerichtet. 2018 wurde Jair Bolsonaro zum Parteivorsitzenden und Präsidentschaftskandidaten gewählt, wodurch sich die Partei nach rechtsaußen verschob. Inzwischen ist die Partei inhaltlich und personell ganz auf den Kandidaten zugeschnitten.

Inhaltliche Positionen

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Im Fernsehen wurde schon mehrfach kontrovers berichtet, es fehlt dringend Außenwahrnehmung aus neutralen Quellen, denn "populistisch" nennt sich niemand selbst (populistisch sind immer die Anderen).

Wirtschaftspolitisch vertritt die Partei im Jahre 2018 libertäre Positionen[2] und fordert einen konsequenten Rückzug des Staates aus dem Wirtschaftsleben mit Privatisierungen in der Wirtschaft, der Bildung und im Gesundheitssystem. Die Partei befürwortet das Recht auf freien Waffenbesitz, der als Antwort aus die ausufernde Kriminalität im Lande gesehen wird. Im Gegensatz dazu sollen die sicherheitspolitischen Möglichkeiten für Polizei und Militär ausgebaut werden, die mit harter Hand gegen Drogen und Gewalt vorgehen soll, wobei auch Folter sowie legale Exekutionen durch die Polizei bei Anti-Drogen-Razzien in den Favelas erlaubt sein sollen.

Nationalparks und Schutzgebiete für Indigene sollen ohne Rücksicht auf die Interessen der Bewohner verkleinert werden, um Platz für mehr Ackerland zu schaffen. Die Partei lehnt Abtreibungen und die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in der Tradition des evangelikal-fundamentalistischen Christentums ab.

Die Partei verwendet den Slogan Brasil acima de tudo, Deus acima de todos, zu deutsch Brasilien über alles, Gott über alle.

Weblinks