Universität zu Köln
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Motto Gute Ideen. Seit 1388
Gründung 1388 (Alte Universität) / 1919
Trägerschaft MIWF NRW (staatlich)
Ort Köln
Bundesland Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Rektor Axel Freimuth
Studierende 48.841 (WS 17/18)[1]
Mitarbeiter 6.703 (ohne Klinikum) (2012)[2]
davon Professoren 649 (12/2017)[2]
Jahresetat 809,3 Mio. € Gesamthaushalt, inkl. Drittmittel (12/2017)[2]
Website www.uni-koeln.de

Die Universität zu Köln ist eine Hochschule in Köln mit dem klassischen Fächerspektrum einer Volluniversität. Am 15. Juni 2012 erhielt sie im Rahmen der dritten Hochschul-Exzellenzinitiative von Bund und Ländern den Exzellenzstatus.

Die 1388 (nur zwei Jahre nach der Universität Heidelberg) gegründete Alte Universität zählte zu den ältesten Universitäten in Europa. Sie wurde allerdings 1798 in der sogenannten Franzosenzeit geschlossen und erst 1919 als „neue Universität zu Köln“ wiedergegründet. Sie sollte nach dem Ersten Weltkrieg und dem Verlust der Kaiser-Wilhelms-Universität zu Straßburg auch deren Tradition fortsetzen und die „deutsche Position am Rhein stärken“.[3] Mit rund 49.000 Studierenden (immatrikulierte/eingeschriebene Personen, ohne Beurlaubte, Gasthörer und Studienkollegiaten)[4] ist sie eine der größten Hochschulen in Deutschland.

Geschichte und Entwicklung

Erstes Gebäude der neuen Universität (bis 1934); heute TH Köln

Die Alte Universität

Hauptartikel: Universitas Studii Coloniensis (1388–1798)

Die Universität zu Köln wurde am 21. Mai 1388 als vierte Universität im Heiligen Römischen Reich nach der Karls-Universität Prag (1348), der Universität Wien (1365) und der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg (1386) gegründet. Die Initiative dazu ging nicht wie sonst üblich vom Kaiser oder einem Fürsten aus, sondern vom Rat der Freien Reichsstadt Köln, die auch die Kosten für den Lehrbetrieb übernahm und sich umfangreiche Vorteile für die Belebung der Stadt erhoffte.[5] Die Gründungsurkunde wurde von Papst Urban VI. in Perugia unterzeichnet. Am 6. Januar 1389 wurde der Vorlesungsbetrieb aufgenommen. Die Hochschule war lange eine der großen Universitäten im Reich.

Am 28. April 1798 wurde die Universität von den 1794 in Köln eingerückten Franzosen genau wie 1795 die Universitäten in Frankreich[6] und die Universität Mainz mit der Umwandlung in eine Zentralschule des Département de la Roer, genannt „Université de Cologne“, geschlossen.

Die Neue Universität

Claudiusstraße 1 – Blick durch den Römerpark auf die Handelshochschule (1911)

Im Verlauf des 19. Jahrhunderts waren Bestrebungen der Stadt und ihrer Bürger, eine neue Universität zu gründen, gescheitert. Erst 1919 gelang es, die preußische Staatsregierung zu überzeugen. Durch einen Beschluss des Rates der Stadt Köln wurde die städtische Universität neu gegründet. Am 29. Mai 1919 unterzeichnete der damalige Oberbürgermeister Konrad Adenauer den Staatsvertrag mit Preußen.

Die Londoner Times berichtete skeptisch über die feierliche Eröffnungsveranstaltung im Gürzenich am 12. Juni 1919, wo neben Adenauer auch zwei Professoren und ein Unterstaatssekretär des Bildungsministeriums sprachen:

„Alle Redner waren sich in der Aussage einig, Deutschland könne nur mit geistiger oder intellektueller, nicht aber physischer Energie wiederaufgebaut werden. Der Oberbürgermeister sagte, die Macht Deutschlands sei gebrochen, und in diesen düsteren Stunden, mit dem Feind in der Mitte, könnten die Einwohner von Köln nur in die Zukunft blicken mit der Hoffnung, wenn auf geistigem Gebiete Fortschritt gemacht werde. In einer anderen Rede klang der Wunsch an, Köln möge Teil Deutschlands und Preußens bleiben. Das Publikum applaudierte, aber es war nicht zu erkennen, dass dies die Mehrheit war.“[7]

Die Universität ging aus der ebenfalls städtischen, am 1. Mai 1901 gegründeten Handelshochschule Köln, der Hochschule für kommunale und soziale Verwaltung von 1912 sowie der ersten deutschen Akademie für praktische Medizin von 1904 hervor, die als Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät beziehungsweise Medizinische Fakultät übernommen wurden. Als erster Rektor wurde Christian Eckert gewählt, der bis dahin die Handelshochschule geleitet hatte. Die Universität residierte in den für die Handelshochschule bis 26. Oktober 1907 am Römerpark, Südstadt, errichteten Gebäuden (jetzt durch die Technische Hochschule Köln genutzt) von 1919 bis 1934 (auch Alte Universität genannt). Hinzu kamen am 9. Januar 1920 die Rechtswissenschaftliche und am 3. Mai 1920 die Philosophische Fakultät, von der sich 1955 die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät abspaltete.[8] Aufgrund der hohen Studentenzahlen wurde am 26. Oktober 1929 der Grundstein für das Hauptgebäude der neuen Universität gelegt; die Uni blieb bis 1. Oktober 1934 am Römerpark und zog danach in den von Adolf Abel errichteten Neubau an der Universitätsstraße ein, der am 5. April 1935 eingeweiht wurde.

Universität zu Köln – Hauptgebäude am Albertus-Magnus-Platz in Lindenthal

Am 2. November 1934 konnte die Universität in den funktional schlichten Neubau im Inneren Grüngürtel Köln-Lindenthals nahe bei der Medizinischen Fakultät einziehen. Bereits 1925 war die Universität zu Köln nach der Friedrich-Wilhelms Universität in Berlin die zweitgrößte preußische Universität. 1980 wurden die beiden Kölner Abteilungen der Pädagogischen Hochschule Rheinland als Erziehungswissenschaftliche und Heilpädagogische Fakultät der Universität zu Köln angegliedert. Die Universität wurde durch Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, dennoch begann 1945 wieder der Vorlesungsbetrieb. Allerdings überschritten die Kosten für den Wiederaufbau die Möglichkeiten der Stadt, unter deren alleiniger Trägerschaft die Universität bis 1954 stand. So wurde am 1. April 1954 die Universität zu Köln mit Wirkung vom 1. April 1953 durch das Bundesland Nordrhein-Westfalen übernommen. Die Bindung an die Stadt und den Regierungsbezirk Köln wurde bis zum Jahre 2007, dem Inkrafttreten einer neuen Grundordnung, durch die Institution des Kuratoriums gewährleistet, in dem der Oberbürgermeister den Vorsitz führte. Darüber hinaus kooperiert die Universität mit vielen städtischen Einrichtungen und anderen Einrichtungen in der Stadt, wie zum Beispiel mit dem Rheinisch Westfälischen Wirtschaftsarchiv, der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie und vielen städtischen Kliniken.

Der Ausbau der Universität begann mit dem Bau der Hörsaal- und Seminartrakte und des achtgeschossigen Seminar- und Bürohochhauses für die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät von Wilhelm Riphahn zwischen 1956 und 1960. In dieser Fakultät hatte sich die Studierendenzahl zwischen 1949 und 1955 auf über 5000 nahezu verfünffacht. Gleichzeitig wurden für die Kölner Abteilungen der Pädagogischen Akademie Rheinland von Hans Schumacher (1955–1970) neue Gebäude jenseits der Dürener Straße errichtet, seit der Übernahme durch die Universität als Campus Nord geführt und Mitte der 1990er Jahre unter der Stadtkonservatorin Hiltrud Kier unter Denkmalschutz gestellt.[9][10] Die Universitätsbibliothek von Rolf Gutbrod und in Zusammenarbeit mit dem Bildenden Künstler Jürgen Hans Grümmer[11] folgte 1966. Der Albertus-Magnus-Platz wurde durch die Absenkung und Deckelung der Universitätsstraße erweitert und von Jürgen Hans Grümmer mit Bodenmosaiken gestaltet. 1968 wurde das Hörsaalgebäude von Rolf Gutbrod und ebenfalls in Zusammenarbeit mit Grümmer als bildendem Künstler fertiggestellt. Das Freigelände zwischen Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz, Hörsaalgebäude und Bibliothek ist Bestandteil des künstlerischen Gesamtkonzepts von Jürgen Hans Grümmer, der die Innengestaltungen von Hörsaalgebäude und Bibliothek mit Bodenmosaiken, Wandgestaltungen u. ä. nach außen sowohl durch Fassadengestaltung als auch Bodengestaltungen, Möblierung, gestalteten Bauminseln und Ruhezonen fortführte. Der Bau der Physikalischen und Chemischen Institute jenseits der Zülpicher Straße folgte zwischen 1968 und 1975. Mit dem Neubau des Philosophikums 1974 war der Campus der Universität im Wesentlichen fertig und Grümmer wurde damit beauftragt, das Forum in die künstlerische Gesamtgestaltung zwischen Hauptgebäude, Philosophikum und Hörsaalgebäude zu integrieren. Der Komplex des Klinikums mit den alten Gebäuden der Krankenanstalten Lindenburg wurde ab 1965 (Frauenklinik) bis 1974 (Bettenhaus des Zentralklinikums) modernisiert und erweitert. Der jenseits der Akademischen Lustwiese (Akaluwie) 1974 errichtete Neubau der Zentralmensa ist immer noch einer der modernsten und größten Studierenden-Speisebetriebe in Europa. Der Ausbau und die Modernisierung der Hochschulgebäude wird bis in die Gegenwart fortgeführt. Beispiele:

Neubau des Studierenden Service Center (SSC), Gebäude 102.
  • Ende 2013 wurde die Erneuerung der Natursteinfassade des Hauptgebäudes auf der Seite zum Albertus-Magnus-Platz abgeschlossen.
  • südlich des Hauptgebäudes entstand ein neues Seminargebäude („Gebäude 106“).[12]
  • Im Frühjahr 2014 wurde der Neubau des Studierenden Service Centers neben dem Hauptgebäude der Universität fertiggestellt.

Seit 2003 tragen alle Gebäude Gebäudenummern.[13]

Alle diese Anlagen liegen eingebettet in den Inneren Kölner Grüngürtel und bilden so einen innenstadtnahen zusammenhängenden Universitätscampus, der dennoch im Grünen liegt.

Profil

Name

Die Hochschule hatte lange keinen Namen, wenn man nicht den mittelalterlichen Namen universitas studii s[an]c[ta]e civitatis coloniensis (siehe Siegel) oder die neue Bezeichnung Universität Köln dafür nimmt. Beides bedeutet, dass die Hochschule eine stadtkölnische Einrichtung war. Während des Rektorats von Josef Kroll (1945–1949) wurde die offizielle Benennung der Universität als Universität zu Köln eingeführt. Eine Initiative dazu hatte Kroll schon in seiner ersten Amtszeit Anfang der 1930er Jahre ergriffen.[14]

Feierliche Rektoratsübergabe in der Aula der Universität zu Köln am 16. November 1964

Organisation und Fakultäten

Das Rektorat leitet die Universität. Es besteht (Stand Januar 2018) aus dem Rektor als Vorsitzendem (Axel Freimuth), sechs Prorektoren und dem Kanzler (Michael Stückradt).[15] Der Rektor wird vom Hochschulrat gewählt; die erste Amtszeit beträgt mindestens sechs Jahre und weitere Amtszeiten mindestens vier Jahre. Der Rektor ist Vorsitzender des Rektorats und des Senats der Universität.[16]

Studierende nach Fakultät (WS 05/06)
Studierende n. Geschlecht (WS 05/06)

Die Universität gliedert sich in die folgenden sechs Fakultäten:

Fakultät Studierende1 (Neu-)Gründungsjahr
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät 8.718 1919
Medizinische Fakultät 3.178 1919
Rechtswissenschaftliche Fakultät 4.520 1920
Philosophische Fakultät 13.723 1920
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät 11.012 1955
Humanwissenschaftliche Fakultät 7.557 2007
Gesamt 48.708
1 WS 2013/14, gem. Kurzstatistik der Universität (Stand April 2014), Haupt- und Nebenhörer, ohne Promotionsstudierende, inkl. Kurzzeitstudierende

Am 20. Juli 2005 beschloss der Senat der Universität ein Konzept zur Neuordnung der Fakultäten. Das Konzept brachte die Auflösung der Erziehungswissenschaftlichen und der Heilpädagogischen Fakultät in ihrer bisherigen Form sowie die Gründung einer neuen „sechsten“, der Humanwissenschaftlichen, Fakultät. Die Vertreter der didaktischen Fächer, die bisher vor allem an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät tätig waren, wurden im Zuge der Umstrukturierung den ihrem Fach entsprechenden Fakultäten als eigene Fachgruppe für Didaktik zugeordnet (zum Beispiel „Biologie und ihre Didaktik“, „Chemie und ihre Didaktik“ als neue didaktische Fachgruppe an der Math.-Nat.-Fak.), während an der neuen Humanwissenschaftlichen Fakultät vor allem die pädagogischen, heilpädagogischen und psychologischen Fächer verblieben beziehungsweise aus der Philosophischen und der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät überführt wurden. Die Neuorganisation der Fakultäten wurde mit der Errichtung der entsprechenden Gremien formal zum 1. Januar 2007 umgesetzt. Im Jahr 2010 wurde das Zentrum für LehrerInnenbildung gegründet, welchem im Zuge der Umstrukturierung der Lehrerbildung in NRW weitreichende Kompetenzen in der Organisation und Koordination der Lehramtsstudiengänge übertragen wurde.

Besondere Förderung der Forschung

DFG

  • 10 DFG-Sonderforschungsbereiche und 2 Beteiligungen an Sonderforschungsbereichen anderer Hochschulen
  • 5 DFG-Graduiertenkollegs (vgl. Graduiertenprogramme)

EU

  • Functional Genomics in Embryonic Stem Cells (FunGenEs)
  • Diagnostische molekulare Bildgebung für Neurologie und Herzgefäßerkrankungen (DIMI)
  • CoSpaces seit dem sechsten
    • Kölner Graduiertenschule Fachdidaktik (seit 2011)
    • International Graduate School in Genetics and Functional Genomics (NRW Graduate School)
    • International Max Planck Research School on the Social and Political Constitution of the Economy (IMPRS-SPCE) (seit 2007)
    • International Max Planck Research School for Understanding Complex Plant Traits Using Computational and Evolutionary Approaches (IMPRS-MPD) (seit 2001)
    • Internationaler Promotionsstudiengang Molekulare Medizin (ZMMK)[18]
    • Graduiertenkolleg „SOCLIFE (Social Order and Life Chances in Cross-National Comparison)“ (seit 2008)
    • Cologne University Bioinformatics Center (CUBIC) (eingestellt 06/2006)
    • Graduiertenkolleg „Theoretische und empirische Grundlagen des Risikomanagements“ (seit 2002)
    • Graduiertenkolleg „Globale Strukturen in Geometrie und Analysis“ (seit 2006)
    • Graduiertenkolleg „Azentrische Kristalle“ (seit 1999)
    • Graduiertenkolleg „Molekulare Analyse von Entwicklungsprozessen bei Pflanzen“ (seit 1997)
    • Graduiertenkolleg „Genetik zellulärer Systeme“ (seit 1997)
    • Cologne Graduate School in Management, Economics and Social Sciences (seit 2008)
    • Bonn-Cologne Graduate School of Physics and Astronomy
    • University of Cologne Executive School (Business School) (seit 2015)

      Einige Kölner Professoren sind gleichzeitig Mitglieder in Großforschungseinrichtungen; auch Studierende können dort mitforschen:

      • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
      • Forschungszentrum Jülich in der Helmholtz-Gemeinschaft
      • Fraunhofer Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen (SCAI)
      • Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung (MPIFG)
      • Max-Planck-Institut für neurologische Forschung (MPInF)
      • Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung (MPIPZ)
      • Die Universität verleiht jährlich je einen mit 5000 € ausgestatteten Preis für Forschung, Studium und Lehre und Verwaltung.[20]

        Schmittmann-Wahlen-Stipendium

        Dieses Stipendium ist ein Promotionsstipendium.[21][22]

        Stipendium zum Studium an Partneruniversitäten

        2003 wurde durch einen ehemaligen Mitarbeiter im Akademischen Auslandsamt, der für Auslandsstudien zuständig war, ein Universitäts-Stipendienfonds gegründet, der durch Zustiftungen von ehemaligen Auslandsstipendiaten und Freunden der Internationalisierung in die Lage versetzt wurde und wird, jährlich aus den Erträgen Zuschüsse für Studienaufenthalte an Partnerhochschulen, die Gebührenerlass anbieten, zu gewähren.[23]

        Drittmittelvolumen

        Das Drittmittelvolumen (Drittmitteleinnahmen)[2] lag im Jahr 2012 bei 148,8 Mio. €, wovon 75,6 Mio. € auf die Medizinische Fakultät entfallen. Der mit Abstand größte Drittmittelgeber war mit 58,3 Mio. € bzw. 39,2 % die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Weitere Drittmittelgeber waren im Jahr 2012 die EU (15,7 Mio. €), der Bund (20,9 Mio. €), das Land NRW (Wettbewerbsverfahren i.H.v. 3,8 Mio. €), Stiftungen (11,4 Mio. €), die Industrie (26,4 Mio. €) und sonstige Drittmittelgeber (12,3 Mio. €).

        Stiftungsprofessuren

        Die Universität hat eine Reihe von Stiftungsprofessuren eingeworben, die zum Teil längerfristig, zum Teil für einige Jahre eingerichtet wurden, und dann in der Regel vom Land weitergetragen werden.

        Umfangreiche Informationen über das Gesamtspektrum der Forschungsprojekte enthält der Forschungsbericht der Universität.

        Lehre

        Aufbauend auf ihrem breiten Fächerspektrum bietet die Universität eine Vielzahl an grundständigen, Aufbau- und Weiterbildungsstudiengängen, die im Internetangebot der Universität detailliert dargestellt sind. Bei der Weiterentwicklung und Neugestaltung des Studienangebots steht zurzeit die Umstellung auf das Bachelor/Mastersystem im Vordergrund.

        Zusammen mit der Hochbegabtenstiftung der Kreissparkasse Köln bietet die Universität zu Köln seit dem Wintersemester 2000/2001 Schulen die Möglichkeit, entsprechend begabte Schüler der Stufen 11 bis 13 (in besonderen Fällen auch der Klassen 8–10) an Vorlesungen und Übungen in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie und Informatik und in ausgewählten Fächern der Philosophischen Fakultät teilnehmen zu lassen. Das Projekt hat sich als so erfolgreich erwiesen, dass es auch an den meisten anderen nordrhein-westfälischen Universitäten eingeführt worden ist.

        Internationalisierung

        Für die Internationalen Beziehungen der Hochschule (Betreuung ausländischer Studierender und Gastwissenschaftler, Studienmöglichkeiten und Forschungsaufenthalte im Ausland, Hochschulpartnerschaften, internationales Marketing) sind auf universitärer Ebene das Akademische Auslandsamt (jetzt International Office) und auf Ebene der Fakultäten die Zentren für internationale Beziehungen zuständig (zentral-dezentrales Organisationskonzept). Die Bedeutung der Internationalisierung der Hochschule kommt auch durch die 2004 erfolgte Einrichtung der Position „Prorektor für Internationales und Öffentlichkeitsarbeit“ zum Ausdruck. Das Amt wurde erstmals von Barbara Dauner-Lieb bekleidet. Seit dem 1. April 2015 ist dies Gudrun Gersmann.

        Seit Anfang 2007 (offizielle Einweihung im Mai 2007) betreibt die Universität zu Köln in Peking ein Büro. Das Büro ist beim DAAD im German Center angesiedelt und repräsentiert das Hochschulkonsortium China-NRW (www.china-nrw.de). Die Universität zu Köln hat vom Land NRW die Aufgabe der Koordination der akademischen Kontakte nach China übernommen. Das Büro soll es den Mitgliedern des Konsortiums erleichtern, in China Aktivitäten zu entfalten und Unterstützung vor Ort liefern. Die Universität zu Köln leitet dieses Konsortium. Weitere Büros unterhält die Universität in New York City und in New Delhi. Im Dezernat 9 (International Office) werden die Angelegenheiten vom Team – „Zusammenarbeit mit dem Globalen Süden“ gemanagt. Hier ist auch Afrika vertreten.

        Anzahl und Anteil ausländischer Studierender (inklusiv Bildungsinländer)

        Die Anzahl der ausländischen Studierenden lag im Wintersemester 2014/15 bei 4.926[2] (Haupt- und Nebenhörer, ohne Promotionsstudierende). Dies entspricht einem Anteil von etwa 10 % an der Gesamtzahl der Studierenden. Von den ausländischen Studierenden waren 3.204 Frauen und 1.722 Männer. Der Anteil der ausländischen Studierenden im 1. Fachsemester lag im Wintersemester 2014/15 bei 1.402 Studierenden.

        Hochschulpartnerschaften und Netzwerke

        Die Universität zu Köln unterhält auf Universitätsebene über 40 offizielle Hochschulpartnerschaften. Neben den offiziellen Hochschulpartnerschaften bestehen auf Ebene der einzelnen Fakultäten und Fachbereiche bald 300 Kooperationen und Austauschbeziehungen mit renommierten Universitäten auf der ganzen Welt.

        Umfangreiche Fördermöglichkeiten bestehen jeweils durch das Erasmus-Programm der EU, den DAAD oder Gebührenerlass der Partnerhochschulen (vollständige Liste der Partnerhochschulen im Internetangebot der Universität). Im Jahr 2005 hat die Universität zu Köln die zentrale Vermittlung und Koordination der Beziehungen der nordrhein-westfälischen Hochschulen zu China übernommen.

        Auszeichnung für die Betreuung ausländischer Studierender

        Die Universität zu Köln wurde 2004 für ihr nach dem Vorbild des Zentrums für Internationale Beziehungen an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät an der Universität etabliertes zentral-dezentrales Organisationskonzept mit dem Preis des Auswärtigen Amtes für besondere Verdienste um die Betreuung ausländischer Studierender ausgezeichnet.

        Humboldt Forschungspreis/AvH-Gastwissenschaftler

        Im Jahr 2004 wählten insgesamt zehn der mit dem Humboldt-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichneten „etablierten“ ausländischen Wissenschaftler die Universität zu Köln für Ihr Forschungsjahr. Von den „jüngeren“ ausländischen Humboldt-Forschungsstipendiaten waren dies 32.

        Haushalt und Finanzen

        Die Haushaltsausgaben der Universität zu Köln (einschließlich der Medizinischen Fakultät) betrugen im Jahr 2012 363,5 Mio. €. Davon entfielen 239,6 Mio. € auf die Personalausgaben, 63,4 Mio. € auf die sachlichen Verwaltungsausgaben und 60,5 Mio. € auf den Bereich der Investitionen.[2]

        Gleichstellung

        Die Universität wurde 2004 für ihre erfolgreiche Gleichstellungspolitik mit dem Total-E-Quality-Prädikat ausgezeichnet. Mit dem Prädikat werden sowohl Unternehmen aus der Wirtschaft als auch Hochschulen und Forschungseinrichtungen ausgezeichnet, die sich mit personal- und institutionspolitischen Maßnahmen um die Durchsetzung von Chancengleichheit in ihren Einrichtungen bemühen und dabei auch Erfolge erzielen.

        Rankings

        Die Kölner Universität zählt regelmäßig bei Hochschulrankings zu den deutschen Top 5 in Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre[24] und den Rechtswissenschaften.[25] Im Ranking Masters in Management 2007 der Financial Times belegte die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät den 33. Platz (Vj.: 17) unter den 40 (Vj.: 32) führenden europäischen Managementausbildungsstätten; der CEMS Master’s in International Management, den die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, ein Gründungsmitglied von CEMS, anbietet, belegte den 2. Platz (Vj.: 2). 2014 sah die Bilanz für die Fakultät so aus: CEMS-Master Platz 5, der „normale“ MSc in Business Administration Platz 53 von 70 gewürdigten Hochschulen.[26]

Nobelpreisträger

An der Universität zu Köln waren folgende Nobelpreisträger tätig: